
Von den "nationalen Gesellschaften" werden indigene Völker und Minderheiten mit den Attributen rückständig, nicht anpassungsfähig und ähnlichem versehen. Allzu oft stehen sie dem vermeintlichen Fortschritt im Weg, stören die Ausbeutung von Ressourcen. Der Wunsch nach Bewahrung ihrer Kultur wird als Ablehnung des Staates gewertet.
Die Dreikönigsaktion unterstützt Projekte für indigene Völker und Minderheiten, die eine selbstbestimmte Entwicklung ermöglichen.
Die
Indios Brasiliens wurden zu allen Zeiten in ihrer Existenz bedroht. Während
des Kautschukbooms wurden viele Krankheiten eingeschleppt, gegen die die
Indianer keine Abwehrstoffe hatten.
Heute sind es Holzkonzerne, die den Regenwald Amazoniens skrupellos schlägern. Eine der betroffenen Gruppen sind die Zuruahá, die bisher vom Jagen, Fischen und Früchtesammeln leben konnten.
Der Kontakt zur westlichen Welt wird ihnen allerdings nicht erspart bleiben. Um sie gut auf diese Begegnung vorzubereiten, hat der Indianermissionsrat der Brasilianischen Bischofskonferenz ein Team eingesetzt, dass sich dieser Aufgabe ganz widmet.
Ziel ist es, die Indios vorzubereiten und sie gleichzeitig zu stärken, ihre Kultur und Traditionen zu bewahren. Die medizinische Versorgung soll sowohl durch westliche als auch durch traditionell indianische Medizin gesichert werden.