Indigene
Völker
in|di|gen <Adj.> eingeboren,
einheimisch [<lat. indigena]
Von den "nationalen Gesellschaften" werden indigene Völker und
Minderheiten mit den Attributen rückständig, nicht anpassungsfähig und ähnlichem
versehen. Allzu oft stehen sie dem vermeintlichen Fortschritt im Weg, stören
die Ausbeutung von Ressourcen. Der Wunsch nach Bewahrung ihrer Kultur wird als
Ablehnung des Staates gewertet.
Die Dreikönigsaktion unterstützt Projekte für indigene Völker und
Minderheiten, die eine selbstbestimmte Entwicklung ermöglichen.
Die Indios Brasiliens wurden zu allen Zeiten in ihrer Existenz bedroht. Während
des Kautschukbooms wurden viele Krankheiten eingeschleppt, gegen die die
Indianer keine Abwehrstoffe hatten.
Heute sind es Holzkonzerne, die den Regenwald Amazoniens skrupellos schlägern. Eine
der betroffenen Gruppen sind die Zuruahá, die bisher vom Jagen, Fischen und
Früchtesammeln leben konnten.
Der Kontakt zur westlichen Welt wird ihnen allerdings nicht erspart bleiben. Um
sie gut auf diese Begegnung vorzubereiten, hat der Indianermissionsrat der
Brasilianischen Bischofskonferenz ein Team eingesetzt, dass sich dieser
Aufgabe ganz widmet.
Ziel ist es, die Indios vorzubereiten und sie gleichzeitig zu stärken, ihre Kultur
und Traditionen zu bewahren. Die medizinische Versorgung soll sowohl durch
westliche als auch durch traditionell indianische Medizin gesichert werden.
Von
den Eingeborenen des Regenwaldes gibt es sehr viel über den richtigen Umgang
mit der Natur, über Heilmittel und die ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung des
Waldes zu erfahren.
Wird den Stammesvölkern ihre Lebensgrundlage entzogen, ist die ganze Welt
betroffen - WIR ALLE!
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